Ruine Schiltach

July 26th, 2008

Die Ruine Schiltach ist eine Burgruine oberhalb der Stadt Schiltach im Schwarzwald, Landkreis Rottweil.

Geschichte

Die genaue Entstehung der Burg ist unklar, sie wurde wahrscheinlich zusammen mit der unterhalb gelegenen Stadt Schiltach vor 1250 von den Herzögen von Teck erbaut. Ziel war es, mit der Stadt einen Versorgungsmittelpunkt herzustellen, welcher von der Burg aus verteidigt, verwaltet aber auch beherrscht wurde.

Vermutlich war Burg Schiltach außerdem Teil einer Verteidigungslinie der Herzöge von Teck zur Überwachung und Sicherung des Schiltachtales, zusammen mit der Klingenburg und der Burg Schilteck.
Durch Erbschaft kam die Burg nebst Stadt 1371 an den Neffen des verstorbenen Hermann von Teck, an Konrad von Urslingen.

Im Jahre 1381 verkaufen die Urslinger die Burg an die Grafen von Württemberg.
Da Schiltach der Aussenposten von Württemberg war, musste die Burg zur Landesverteidigung herhalten und hatte ständig Truppen beherbergt. Nach 1700 wird die Burg, stellenweise auch Schloss oder Feste Hohe Landesehr genannt, zunehmend baufällig durch ständige Truppeneinlagerungen. 1733 wird die Burg durch den Schwäbischen Kreis wieder instand gesetzt.

1747 werden aber schon wieder dringende Reparaturen dem Amt in Hornberg gemeldet. Da inzwischen Friedenszeiten eingekehrt sind und die Burg nicht mehr gebraucht wird, stimmt der Herzog letztendlich für den Abbruch aller brauchbaren Baumaterialien von der Burg und Verkauf derselben.

Ab 1749 werden Holz, Fenster, Öfen und Türen entfernt und versteigert. 1760: weitere Versteigerung von Ziegeln und Holzwerk. Am Mauerwerk durfte aber nichts verändert werden. Der Erlös aus der Versteigerung von 1760 wird dazu verwendet, den Schlossturm und das Zollhaus zu reparieren.

Der Stadtbrand von 1791 gibt der Burg den Rest. Die Bürger brechen zum Wiederaufbau ihrer Häuser Steine aus den Schlossmauern. Aufgrund von Unglücken beim Steinbrechen lässt man 1805 die Burgmauern bis zu den Fensteröffnungen abtragen.

1810 zum Land Baden gekommen, stellt sich die Wasser- und Straßenbauinspektion Offenburg gegen ein weiteres Abtragen der Burg. Als jedoch 1826 ein weiteres Stück Mauer einstürzt, entschließt sich die Domänenverwaltung in St. Georgen dem Großherzog zu melden, dass ein Abbruch dringend nötig sei.

Der Großherzog stimmt zu, die Burgruine wird von 1829 bis 1830 bis auf die Fundamente und wenige Mauerreste, vor allem auf der Südseite, abgetragen.

Anlage

Sehenswert ist die Holzbrücke über dem Halsgraben zur Burg wo früher die Zugbrücke stand mit schöner Aussicht über die Altstadt von Schiltach. Auf dem Burgplatz laden Bänke innerhalb der Mauerreste zur Rast ein.

Im Museum am Markt steht eine Rekonstruktion der Burg.

One Response to “Ruine Schiltach”

  1. banken-infos » Blog Archive » Nachtrag - Deutsche Bank informiert Mitarbeiter von… Says:

    […] immer auch etwas mit den abläufen und strukturen zu tun haben. selbst bei lösungen “von der stange” sind diese oftmals spezifisch angepasst worden um den bedürfnissen gerecht zu […]

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